Von Akrobaten und Zauberkünstlern

Arnsberg, 01.12.2008 / Lokalausgabe WP

Arnsberg. (cm) Monika Hahlmann steht in der Manege des Zirkus "Fantastello". Schwungvoll jongliert sie mit bunten Tüchern, lässt sie durch die Luft wirbeln.

Vor sieben Wochen konnte die 82-Jährige das noch nicht, aber seit sie beim "Zirkus der Generati-onen" des JBZ Liebfrauen mitmacht, ist sie eine richtige Artistin. Am Sonntag feierte das Gemein-schaftsprojekt von Kindern und Senioren im "Zirkuszelt" des JBZ Premiere.
Der Zuschauerraum ist in mystisches Licht getaucht. Die Augen der Gäste leuchten, wandern hin und her. In der Manege wirbeln neun Akrobaten. Machen Handstände und Flic-Flacs, schlagen Räder und bilden hoch aufgetürmte Menschen-Figuren.

Dann kommt Karl-Heinz Schnettler in die Manege. Er ist Magier. Genauso wie Monika Hahlmann wohnt auch er im Seniorenzentrum des Caritas-Verbandes. Schnell noch den Zauberumhang zu-rechtgezupft und den magischen Hut geradegerückt, dann kann es auch schon losgehen. Der 80-Jährige fuchtelt ein paar Mal mit den Armen, schnippt kurz mit den Fingern und lässt das Unmög-liche geschehen: bunte Tücher verschwinden, dann ein Luftballon und schließlich sogar ein Was-serglas. Das Publikum klatscht vor Begeisterung.

Plötzlich wird es heiß in der Manege: Feuerschlucker Norbert lässt brennende Fackeln durch seine Finger gleiten als wären es Streichhölzer, spuckt riesige Flammenwolken bis unter die Decke des "Zirkuszeltes", spielt mit dem Feuer als wäre es ihm Untertan. Fasziniert und auch ein bisschen ängstlich schrecken die Kinder in der ersten Reihe zurück. "Hoffentlich verbrennt er sich nicht", flüstert die 6-jährige Luisa.

Nach eineinhalb Stunden ist die "Zirkusgala" vorbei. Die Akrobaten, Jongleure und Artisten wer-den wieder zu ganz normalen Menschen, das Zirkuszelt zu einem ganz normalen Raum. Der fünf-jährige Paul ist ganz begeistert: "Der Zirkus war ganz toll, besonders der Mann mit dem Feuer."