Gegen das Demenz-Tabu

22.01.2008 / Lokalausgabe WP
Arnsberg. (kafi) Profis und Ehrenamtliche gegen Demenz: Mit der Verknüpfung von professioneller Hilfe und bürgerschaftlichem Engagement will die Stadt 2008 ein Netzwerk für Demenzkranke und Angehörige schaffen. Die Robert-Bosch-Stiftung fördert das Programm über drei Jahre mit bis zu 650 000 Euro.

Ziel sei, die Krankheit aus der Tabuzone zu holen und betroffene Familien zu entlasten, so Bürgermeister Hans-Josef Vogel auf der gestrigen Jahrespressekonferenz. Schon jetzt litten in Arnsberg rund 1000 Menschen an Demenz - in den nächsten Jahren werde die Zahl auf 1300 ansteigen. Ein Schwerpunkt des Projektes sei, medizinische Angebote vernetzen und aufeinander abstimmen. Dazu sollen in Arnsberg drei Zentren entstehen, in denen sich Betroffene individuell beraten und versorgen lassen können. Die genauen Standorte werden noch diskutiert, möglich sind Krankenhäuser.

Beteiligt sind Stadt, Johanneshospital, Gesundheitsamt, Caritas, Seniorenbeirat und Altenpflegeeinrichtungen.