Kinder besuchen Demenzkranke - Umgang mit "Schwächeren" lernen

Arnsberg, 23.11.2008 / Lokalausgabe WP

Arnsberg. Zwischen dem Kindergarten "Kleine Strolche" und dem Seniorenheim "Zum guten Hir-ten" in Arnsberg und in Oeventrop sowie zwischen dem Kindergarten "Rappelkiste" und dem Se-niorenheim "St. Elisabeth" wird derzeit mit Unterstützung der katholischen Bildungsstätte und dem Projekt Demenz eine Patenschaft entwickelt.

Die Kinder sollen dabei soziale Kompetenz lernen. Ein respektvoller Umgang zwischen verschie-denen Generationen sei gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel für die jetzige Kin-der-Generation ein wichtiges Lernfeld, erklärt die fachliche Begleiterin des Projektes, Angela Hoppe. Die Besuche der Kinder in den Altentagesstätten sollen dabei aber nicht länger als andert-halb Stunden sein.
Hintergrund: Menschen, die einsam und an Demenz erkrankt sind, freuen sich, wenn sie spüren, dass sich jemand Zeit für sie nimmt, ihre Hand hält, ihnen ein bekanntes Lied vorsingt, bei dem sie einstimmen können. Die Kinder bringen vielleicht ein Stück Apfelkuchen mit, das nach Hei-mat schmeckt, reden und lassen die Senioren reden.

Die Vorbereitungen im Kindergarten sind bereits geplant, die ersten Besuchstermine stehen fest. Der Umgang mit und die Fürsorge für schwächere Mitglieder der Gesellschaft soll für diese Kinder so eines Tages zur Selbstverständlichkeit werden - und bei den Bewohnern der Altenheime Lebenserinnerungen und neue Lebensfreude wecken.