Das Alter ist kein Makel

25.06.2008 / Lokalausgabe WP
Die Bürgerstiftung übergab gestern Nachmittag einen Scheck in Höhe von 3 000 Euro an das JBZ für das Projekt „Zeitlos". Von links: Marita Gerwin, Ute Balkenohl, Petra Fromm, Peter Radischewski, Martin Polenz und Gerd Kirss. Foto: Ted Jones

Arnsberg. Die Zukunft, so die Überzeugung der Verantwortlichen im Jugendbegegnungszentrum Liebfrauen (JBZ) aus Erfahrung und Überzeugung, sind nur gemeinsam von Jung und Alt zu meistern. Denn Themen wie Altwerden und Demenz seien nicht nur eine Aufgabe für Seniorenheime, sondern dürften als Teil des Lebens nicht von der jüngeren Generation ausgeblendet werden. Kurz: Die Jungen als die Alten von morgen unterstützen die Alten von heute - und umgekehrt. Aus diesem Grund wurde das Projekt „Zeitlos" ins Leben gerufen. Gestern übergab Gerd Kirss, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Arnsberg, den JBZ-Mitarbeitern dafür eine Spende von 3 000 Euro.

Alt und schwach zu sein ist kein Makel, jung und stark zu sein nicht immerwährend. Ältere Menschen besitzen nämlich einen großen Erfahrungsschatz und Talente, wie wiederum der Begleitung und der Unterstützung junger Leute von großem Wert sein können. Grenzen sich beide Seiten aus, werden die Werte nie genutzt.

Kooperationspartner von „Zeitlos" sind Kindergärten, Schulen, Gruppen aus der Kirchengemeinde Liebfrauen wie Frauengemeinschaft, Familienkreise, Jugendbibelkreis oder das Marionettentheater FIRO und der JBZ-Kinderzirkus „Fantastello". Geplant ist auch eine Kooperation der Redaktion des „Kinderstern" mit der Redaktion der Seniorenzeitung „Sicht". Buchmesse, Café Zeitlos und Aktioen wie „Oma kocht", „Opa sägt" und „Märchenstunde" sind weitere Elemente des Projekts.

Ziel von „Zeitlos" ist einerseits die Vernetzung des Jugendbegegnungszentrums mit dem Caritas-Seniorenzentrum und der Altentagesstätte der Gemeinde und andereseits junge Menschen für das Thema Demenz zu sensibilisieren.

Jung und Alt sollen sich als generationsübergreifende Gemeinschaft verstehen, in der beide Seiten Verantworung füreinander übernehmen. Alter und Demenz werden somit nicht aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeklammert, sondern als Bereicherung, Erfahrungsschatz und auch als eine Chance ins Leben der einen wie der anderen integriert.