„Herr Schröder" kommt auf vier Pfoten

Ein „besonderer" Ehrenamtlicher Mitarbeiter des Ernst-Wilm-Hauses

Schon seit längerer Zeit kommt ein „besonderer" Ehrenamtlicher Mitarbeiter regelmäßig in das Ernst-Wilm-Haus in Arnsberg-Hüsten. Sein Name ist „Herr Schröder".

Das Besondere: „Herr Schröder" ist ein Labrador Retriever, ein ruhiger und gutmütiger Hund, der als Therapiehund zusammen mit seinem „Frauchen" Frau Ellen Gierse regelmäßig die Bewohner der Altenhilfeeinrichtung besucht.

Therapiehundbesuch im Seniorenwohnheim 2 Therapiehundbesuch im Seniorenwohnheim

Herr Schröders Hobby ist das „Dog-Dancing". Die Vorführung seiner tänzerischen Kunststückchen ist der Höhepunkt eines jeden Besuches. Gern besucht er auch Bewohnerinnen und Bewohner in den Zimmern.Die positiven Wirkungen von Tieren, besonders auch von Hunden, sind wissenschaftlich belegt und zwar in physiologischer, psychologischer und sozialer Hinsicht. Hunde strahlen Ruhe und Sicherheit aus. Sie sind neutral, ehrlich und vorurteilslos und nehmen Menschen bedingungslos an. Diese Akzeptanz spüren vor allem Menschen mit einer Demenz. Ihnen fällt die verbale und nonverbale Kommunikation mit den Tieren oft leichter als mit Menschen. Eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität ist daher besonders bei gerontopsychiatrisch veränderten Menschen festzustellen.

Die bloße Anwesenheit des Tieres weckt Interessen und Emotionen, erzeugt Fröhlichkeit und Lachen. Besonders eindrucksvoll ist der Effekt bei den Bewohnern, die selber Tiere hatten. Erinnerungen werden geweckt, Gespräche initiiert. Eine Dame, die sonst sehr wortkarg ist, erzählt bei jedem Besuch ausgiebig von ihrem eigenen Hund.

Das Tier motiviert auch zu körperlichen Aktivitäten: Streicheln, sich nach dem Tier bücken, Stöckchen werfen, etc. Über ihn lassen sich sensorische, motorische und kognitive Fähigkeiten gezielt fördern.

Durch seine Bereitschaft zu diesem Besuchsdienst und das Interesse an den alten Menschen stellt „Herr Schröder" eine Verbindung zur Außenwelt dar und wird selbst zur Bereicherung für die Bewohner.

Auch das Engagement von Frau Ellen Gierse und ihre Herzlichkeit im Umgang mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ernst-Wilm-Hauses ist hier besonders anerkennend zu erwähnen. Sie vermittelt mit ihrer positiven Art die wichtige Brücke zwischen dem Tier und den Bewohnerinnen und Bewohnern.