Behandlung

Der erste Schritt zu einer Behandlung ist eine gesicherte Diagnose. Häufig stellt sich die Vermutung, an einer Demenzkrankheit zu leiden, als unzutreffend heraus. Außerdem ist es für die richtige Behandlung wichtig zu wissen, welche Form einer Demenz vorliegt. Hier ist eine gute Differenzialdiagnostik beim Facharzt unerlässlich. In Arnsberg ist die Geriatrie des St. Johannes Hospitals für diesen Schritt ein guter Ansprechpartner (Tel: 02932 980-0). Dabei werden neben einer körperlichen Untersuchung auch psychologische Tests notwendig. Dabei werden unter anderem Gedächtnis, Denkvermögen, die Sprache, das Erkennen und Handhabung von Gegenständen überprüft. Ist durch ein solches Verfahren die Diagnose Demenz gestellt, kann die Behandlung einsetzen.

Eine Heilung ist bis heute leider nur bei einigen demenziellen Erkrankungen (z.B. einige vaskuläre Demenzformen) möglich. Bei Morbus Alzheimer gibt es bislang keine heilende Behandlungsmethode.

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Ziel heutiger Behandlungsmethoden ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und Krankheitssymptome zu mildern (wenn eine Heilung nicht möglich ist).

Die Behandlung soll

  • Die Selbständigkeit des Betroffenen möglichst lange erhalten
  • Die Unabhängigkeit im Alltag fördern
  • In der Pflege entlastend wirken
  • Die Heimeinweisung verzögern.

Die Behandlung demenzieller Erkrankungen erfolgt auf mehreren Ebenen.

Medikamente
Antidementiva können das Fortschreiten der Erkrankung vorübergehend verlangsamen. Sie verbessern vorübergehend die geistige Leistungsfähigkeit.
Zur Behandlung von begleitenden Störungen der Alzheimer Demenz werden Neuroleptika und Antidepressiva eingesetzt. Neuroleptika wirken entspannend, während Antidepressiva zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Sie verbessern die allgemeine Stimmungslage.

Nicht medikamentöse Maßnahmen als Ergänzung
Neben der medikamentösen Behandlung kommt auch der ergänzenden Behandlung durch nichtmedikamentöse Maßnahmen eine große Bedeutung zu. Therapeutische Verfahren wie Bewegungsübungen, Kunsttherapie oder Musiktherapie können einen wichtigen Beitrag zum Selbstwertgefühl und zur Selbständigkeit leisten.

Die Rolle des Umfeldes

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, verlieren zunehmend die Fähigkeit, sich an ihr Umfeld anzupassen. Ihr Wohlbefinden hängt damit stark von der Art und Weise ab, wie sich die Umgebung auf ihre Bedürfnisse und Beeinträchtigungen einstellt. Wenn es gelingt, das Umfeld auf diese Bedürfnisse und Fähigkeiten des Erkrankten einzustellen, kann die individuelle Lebensqualität wesentlich verbessert werden.
Um die Bedürfnisse und Möglichkeiten von demenzkranken Menschen besser kennenzulernen und zu verstehen, beraten wir Sie gerne. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail!